Das Geschenk der Liebe

Ich liebe die Weihnachtszeit.  Die festliche Dekoration, die Feiern, das Zusammenkommen der Gemeinschaft, die Besinnlichkeit, der Blick zurück und nach vorn, die Kerzen, die Gerüche.  Sie erinnert an eines der Yamas des Yoga: Aparigraha.  Für dieses Yama gibt es viele Übersetzungen und Interpretationen.  Eine davon ist „nicht horten“.  Das bedeutet, dass es im Leben nicht um „alles für mich und nichts für Dich“ geht, sondern dass wir das Leben leben, indem wir das behalten, was wir wirklich brauchen, und den Rest teilen.  Dieser Geist des Gebens zeigt sich besonders während der Feiertage, und es ist immer wieder eine Freude, die Großzügigkeit zu sehen, die dabei entsteht.  Irgendwie finden wir die Zeit, auf eine Weise zu geben, die während des restlichen Jahres fast unmöglich erscheint.  Wir tun es, weil es Weihnachten, Chanukka oder Kwanza ist.  Wir tun es im Geiste der Feiertage, die wir feiern, und der Traditionen, die wir uns zu eigen gemacht haben.  Es ist schön, das zu beobachten und daran teilzuhaben.  Ich wünsche mir, dass wir diesen Geist der Großzügigkeit das ganze Jahr über mit uns tragen.  Dass wir diese Momente des Gebens finden, obwohl es viel einfacher wäre, nicht zu geben.  Finanzielles Geben ist nicht immer möglich, aber das Geben unserer Zeit und unseres Geistes ist immer möglich.  Wir alle haben nur noch wenig Zeit.  Unsere Teller sind voll und wir haben es scheinbar immer eilig, das nächste Ziel zu erreichen.  Zeit zu schenken ist eine der großzügigsten Möglichkeiten, das ganze Jahr über den Geist der Weihnacht zu teilen.   Vielleicht sind es nur 5 Minuten, in denen man jemandem auf dem Radweg begegnet, der sich offensichtlich verfahren hat, und ihm den Weg weist.  Es könnte eine Stunde im Monat sein, in der Du ehrenamtlich Mahlzeiten an ältere Menschen auslieferst.  Es könnte sein, dass Du auf die Kinder Deiner Freundin aufpasst, damit sie etwas dringend benötigte Zeit für sich haben kann.  Vielleicht koche ich einen Abend im Monat für eine Gruppe von Freunden.   Wir können auch von unserem Geist geben.   Vielleicht ist es ein freundliches Wort anstelle eines harschen.  Vielleicht ist es, unseren nächsten dummen Streit loszulassen und als Erster zu sagen, dass es mir leid tut.   Vielleicht nehmen wir uns einfach die Zeit, um wirklich zuzuhören.
Teilen wir das Geschenk der Liebe in dieser Weihnachtszeit!